Sanatorium Hera

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FACHINFORMATIONEN

Wohin mit seelischen Problemen?

Menschen, die unter seelischen oder psychosomatischen Problemen und Symptomen leiden, stehen nicht selten vor der Frage, an wen sie sich wenden sollten, da es eine ganze Reihe von Berufen gibt, die sich mit diesem Bereich befassen. Die folgenden Erläuterungen bemühen sich um eine Darstellung der unterschiedlichen Bereiche.

Die klinische Psychologie ist eine Teildisziplin der Psychologie, die sich mit der Diagnostik und Behandlung von seelischen Problemen und Symptomen befasst.

Für die klinisch-psychologische Diagnostik stehen eine Reihe spezieller Testverfahren zur Verfügung, die zusammen mit der Anamneseerhebung und Exploration zu einem Befund zusammengefasst werden. Dieser Befund erlaubt Vorschläge zu weiterführenden Behandlungen.

Klinisch-psychologische Diagnostik wird von den Krankenkassen bezahlt.

Adressen für VertragspsychologInnen sind über die Helpline des Berufsverbandes der österreichischen PsychologInnen zu erhalten (Tel.: 01/504 80 0).

Die klinisch-psychologische Behandlung bemüht sich beeinträchtige seelische Funktionen zu verbessern bzw. zu stärken oder ungünstige und dysfunktionale Verhaltensweisen zu reduzieren. Dazu gehören etwa die Raucherentwöhnung, das Entspannungstraining nach Jacobson, das Stressbewältigungstraining, die Vermittlung von Selbstkontrollstrategien bei Essstörungen, das Gedächtnistraining bei Hirnerkrankungen usw.

Klinisch-psychologische Behandlung wird nicht von den Krankenkassen bezahlt.

Klinische PsycholgInnen haben das Studium der Psychologie abgeschlossen und im Anschluss eine postgraduelle Ausbildung zum/zur Klinischen PsychologIn absolviert.

Bei Leidenszuständen und psychischen Erkrankungen, deren Grundlage in der Persönlichkeit, also etwa in unbewussten Konflikten, frühen Traumatisierungen u.Ä. liegt, ist eine psychotherapeutische Behandlung zu erwägen. Im Gegensatz zur klinisch-psychologischen Behandlung stellt die Psychotherapie eine Maßnahme dar, die viel stärker bei der individuellen Persönlichkeit und deren spezifischen Merkmalen ansetzt.

Dazu gibt es eine Reihe unterschiedlicher Ansätze und Methoden, wie die Verhaltenstherapie, die Gesprächspsychotherapie, das Psychodrama, die Psychoanalyse, die Katathym-Imaginative Psychotherapie usw. Anders wie die medikamentöse Therapie arbeitet die Psychotherapie ausschließlich mit psychotherapeutischen Mitteln (also keine Medikamente oder andere Eingriffe auf das Gehirn oder den Körper).

Im Gegensatz zum Körperlichen, ist das Seelische nichts Materielles, nichts Beobachtbares oder Messbares, kein Organ. Dementsprechend sind Ängste, Schuldgefühle, Minderwertigkeitsgefühle, „verbotene" Wünsche, Art und Ausmaß innerer Konflikte, aber auch die Bewältigungsstrategien oft vielschichtig, widersprüchlich und wechselhaft. Man spricht in diesem Zusammenhang von der Psychodynamik. Die je eigene Psychodynamik ist zum Großteil unbewusst. Sie beruht in hohem Ausmaß auf der individuellen Lebensgeschichte, d.h. dem Umfeld, in dem die Person herangewachsen ist und sozialisiert wurde, der Art und Weise, wie Erlebnisse verarbeitet wurden, der Qualität der Beziehungen zu den wichtigsten Bezugspersonen, aber natürlich auch der Ressourcen, Fähigkeiten und Kompensationsmöglichkeiten.

Die psychotherapeutische Behandlung bemüht sich nun um die Aufdeckung derjenigen (meist unbewussten) psychodynamischen Faktoren, welche die jeweiligen Symptome, Probleme oder Leidenszustände verursachen. Erst dadurch können in der Folge alte Verhaltens- und Erlebensmuster verändert und bessere Umgangsmöglichkeiten den verschiedenen Anforderungen gegenüber entwickelt werden.

Die Psychotherapie ist ein eigenständiger Beruf, die mehrjährige Ausbildung besteht aus einem Propädeutikum (allgemeiner grundlegender Teil) und dem Fachspezifikum (Erwerb der spezifischen psychotherapeutischen Methode). Häufig aber nicht immer sind PsychotherapeutInnen auch ÄrztInnen oder Klinische PsycholgInnen.

Psychotherapeutische Behandlungen werden von den Krankenkassen entweder voll oder teilweise (durch Refundierung eines Teilbetrags) bezahlt.

Adressen von PsychotherapeutInnen für Wien und Niederösterreich (mit Möglichkeit der vollen kassenfinanzierten Behandlung) erhält man etwa beim Verein für ambulante Psychotherapie (Tel.: 402 56 96).

Die Psychiatrie ist ein Fachgebiet der Medizin (d.h. Psychiater sind ÄrztInnen). Die Psychiatrie befasst sich mit seelischen Störungen bzw. Erkrankungen hauptsächlich aus dem Blickwinkel bestimmter pathogener Prozesse im Gehirn (z.B. ein Zuwenig oder Zuviel gewisser Transmittersubstanzen). Dementsprechend bietet sie eine Reihe medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten an.

Wann eher eine medikamentöse (psychiatrische) oder eher eine psychotherapeutische Behandlung indiziert ist, ist in einer genauen Diagnostik zu beurteilen. Oft sind beide Behandlungen angezeigt, sinnvoll und hilfreich.

Wenn jemand durch ein schwerwiegendes oder traumatisches Ereignis, etwa durch eine Naturkatastrophe, einen schweren Unfall, eine plötzliche Kündigung, den überraschenden Tod eines nahen Angehörigen, einer Scheidung o.Ä., in seiner ganzen Existenz zutiefst erschüttert wird, so ist eine Krisenintervention angebracht. Auch im Rahmen von psychiatrischen oder anderen schweren körperlichen Erkrankungen kann es zu seelischen Krisensituationen mit etwa einem Suizidversuch kommen. Für solche Probleme gibt es eigene Kriseninterventionszentren. Das Kriseninterventionszentrum bietet sehr rasch psychologisch/psychotherapeutische Hilfestellungen, aber auch medizinische, juristische und soziale Beratung (bei Geldnöten, Gewalt in der Familie usw.).

Das Kriseninterventionszentrum befindet sich in der Lazarettgasse 14a, 1090 Wien, Tel.: 406 95 95.

Zu erwähnen ist noch die Gesundheitspsychologie, die sich mit der Förderung und Erhaltung von physischer und psychischer Gesundheit, mit verschiedenen Aspekten gesundheitsbezogenen Verhaltens und der Verbesserung der Rahmenbedingungen von Gesundheitsförderung und Krankheitsverhütung beschäftigt.

Gesundheitspsychologische Maßnahmen haben in erster Linie das Ziel der Prävention, d.h. der Vermittlung, Motivierung und Umsetzung gesundheitsfördernder und krankheitsvermeidender Verhaltensweisen.

Ehe- und Familienberater, Lebens- und Sozialberater befassen sich mit Problematiken, die keinen Krankheitswert haben, sie beschränken sich auf Beratung und Betreuung. Sie geben Hilfestellungen zur Lebensbewältigung. Von den Krankenkassen werden diese Leistungen nicht finanziert. Die Ausbildung erfolgt in eigenen Akademien, Beratungstätigkeiten unterliegen der Gewerbeordnung.

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In unseren Ambulanzen und Instituten können Sie mit folgenden Versicherungen unsere Leistungen mit e-card in Anspruch nehmen:

KFA, alle GKK, BVA, WVB.

 

SVA Versicherte können Leistungen folgender Abteilungen mit E-Card in Anspruch nehmen: Ambulanzen, Gesundheits- und Vorsorgezentrum (GVZ), Institut für Bildgebende Diagnostik (IBD) und Medizinisch Diagnostische Laboratorium.

Ausnahme: Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation (PMR)und das Institut für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZMK), Mund,- Kiefer und Gesichtschirurgie (MKG).


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