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Harninkontinenz

Was ist Harninkontinenz?
Harninkontinenz ist eine Störung der Reservoirfunktion der Harnblase mit unwillkürlichem Harnabgang.

Wer leidet darunter?
In Österreich sind derzeit ca. 400 000 PatientInnen davon betroffen. Den Hauptanteil stellen über 65 Jährige, welche in über 30 Prozent unter der Erkrankung leiden. Es sind sowohl Frauen wie Männer betroffen.
Oftmals führt die Harninkontinenz neben einer erheblichen Lebensqualitätseinschränkung auch zu völliger sozialer Isolation.

Was ist Stressinkontinenz?
Stressinkontinenz bedeutet Harnverlust durch ungenügenden Harnröhrenverschlussmechanismus bei Belastungen wie z. B. Husten, Stiegensteigen oder, im schlimmsten Fall, sogar auch schon in Ruhe.
Sonst ist die Blasenmotorik völlig normal.

Wie wird die Diagnose Stressinkontinenz gestellt?
Ihr betreuender Urologe wird mit Ihnen ein Anamnesegespräch über die Anzahl der Geburten, eventuelle Beckentraumta, Voroperationen, Verwenden von Vorlagen und nicht zuletzt auch über Ihre Lebensqualität führen.
Neben einer gynäkologischen Untersuchung der Urogenitalregion (Descensus) wird eine Harnanalyse, eine Restharnbestimmung mittels Ultraschall, eventuell eine Harnflussmessung (Uroflow) mit anschließender Blasenspiegelung (Cystoskopie) durchgeführt.
Eine Urodynamik, das ist eine spezielle Blasendruckmessung zum Beweis bzw. Ausschluss einer zusätzlichen „Urgekomponente“ kann notwendig sein.
Zusätzlich können radiologische Untersuchungen, wie Nieren- bzw. Blasenröntgen, erforderlich sein.

Welche Therapie der Stressinkontinenz gibt es?
Die Therapie kann konservativ und, sollte sich kein Erfolg einstellen bzw. bei zu starken, lange bestehenden Beschwerden auch primär operativ erfolgen. Konservative Möglichkeiten sind Beckenbodengymnastik, Biofeedback, Elektrostimulation und Magnetresonanztherapie.

Was ist Obtape?
Operative Therapiemöglichkeiten sind durch medizintechnische Fortschritte minimal invasiv geworden, das heißt man kommt ohne ‚große Schnitte’ aus.
Ziel ist es wieder einen intakten Harnröhrenschließmuskel zu formen.
Die Methode mittels sogenanntem Obtape ist neu, aber erprobt. Sie wird in spinaler Narkose durchgeführt und dauert etwa eine halbe Stunde. Es werden nur kleine Hautschnitte in der Leistenregion gemacht, durch die ein Band unter die Harnröhre gelegt wird, um den Verschlussmechanismus wieder herzustellen. Ein eingelegter Harnkatheter kann am nächsten Tag entfernt werden und die PatientIn kann nach Restharnkontrolle mittels Ultraschall beschwerdefrei entlassen werden.


Was ist Dranginkontinenz?
Dranginkontinenz geht immer mit gesteigertem Harndrang und unwillkürlicher Blasenmotorik durch einen ungehemmten Blasenmuskel einher. Der Harnröhrenverschlussmechanismus ist bei dieser Erkrankung im Gegensatz zur Stressinkontinenz intakt.

Wie wird die Diagnose Dranginkontinenz gestellt?
Ähnlich wie bei der Stressinkontinenz durch ein genaues ärztliches Anamnesegespräch und die klinischen Untersuchungen inklusive dem rektalen Tastbefund beim männlichen Patienten zur Feststellung von Erkrankungen der Prostata.

Welche Therapie der Dranginkontinenz gibt es?
Es gibt konservative Therapiemöglichkeiten mit Miktionstraining, anticholinergen Medikamenten, Blaseninstillationstherapie, lokalen Östrogenen.
Andererseits können operative Optionen wie die Sanierung einer z.B. gutartigen Prostatavergrösserung (BPH) mittels transurethraler Elektroresektion (TUR/P) zum Erfolg führen.

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