Sanatorium Hera

Gesund werden, gesund bleiben.
Sanatorium Hera

Benutzen Sie die Hilfslinks zum Navigieren in diesem Dokument.

FACHINFORMATIONEN

Prostatakrebs

Wie häufig ist der Prostatakrebs?
Prostatakrebs ist die häufigste urologische Krebserkrankung. Vor dem 40. Lebensjahr tritt Prostatakrebs nur selten auf. Im 55. Lebensjahr erkranken durchschnittlich 20, bei den 60jährigen 50 und bei den 70- bis 85jährigen 400 bis 500 von 100.000 Männern pro Jahr. Bei einem Drittel der Patienten führt die Krebserkrankung zum Tod.
Der Anzahl der Erkrankungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Eine Ursache dafür scheint das generell höhere Lebensalter zu sein. Ein weiterer Grund dürfte die bessere Diagnostik mittels eines Bluttest sein.

Was kann ich gegen das Entstehen von Prostatakrebs tun?
Eine gesunde Lebensweise und die jährliche bzw. in Risikofällen halbjährliche Vorsorgeuntersuchung beim Urologen sind die essentiellen Vorbeugungsmaßnahmen..
Durch die Vorsorgeuntersuchung beim Urologen kann der Prostatakrebs in einem frühen Stadium entdeckt werden. Nur ein in einem frühen Stadium erkannter Tumor kann auch wirklich geheilt werden.
Ab dem 45. Lebensjahr sollten jährliche Untersuchungen durch einen Urologen vorgenommen werden. Für Männer, bei denen in der Familie Prostatakrebs aufgetreten ist, werden ab dem 45. Lebensjahr halbjährliche Untersuchungen empfohlen.

Welche Untersuchungen führt der Urologe durch?
Es wird einerseits die Prostata durch den After mit dem Finger getastet, das ist die sogenannte rektale Untersuchung, und andererseits Blut abgenommen um einen Tumormarker, das sogenannte prostataspezifische Antigen (PSA) zu bestimmen.
Ein erhöhter PSA-Wert allein ist aber nur ein Hinweis auf eine mögliche Krebserkrankung.


Welche Beschwerden macht Prostatakrebs?
Prostatakrebs kann lange unbemerkt bleiben, da er lange Zeit keinerlei Beschwerden macht. Beschwerden treten meist erst auf, wenn die Harnröhre durch das Tumorwachstum eingeengt wird. Typische Beschwerden können dann unter anderem eine Harnstrahlabschwächung, Blut im Harn, Müdigkeit/Abgeschlagenheit sein.


Was wird bei Verdacht auf Prostatakrebs noch gemacht?
Zur endgültigen Diagnosestellung bedarf es der histologischen Untersuchung von Prostatagewebe. Dazu wird in kurzer Narkose oder Lokalanästhesie die Prostata ultraschallgezielt vom After aus punktiert. Die genaue Diagnose dient der Feststellung von Lage und Ausbreitung des Tumors sowie des Krankheitsstadiums und ist entscheidend für die Wahl der richtigen Behandlung.

Ich habe Prostatkrebs, was nun?
Die Wahl der Behandlungsmethode hängt vor allem von der Histologie, dem Stadium, von der Aggressivität des Tumors sowie von Gesundheitszustand und Alter des Patienten ab. Patienten, deren Tumor früh genug erkannt wurde, werden in den meisten Fällen durch die radikale Prostatektomie, das ist die totale operative Entfernung der Prostata, geheilt.
Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Bei der radikalen Operation werden auch Lymphknoten entfernt. Diese können noch während der Operation auf Tumorzellen untersucht werden. Nach den Lymphknoten werden die Prostata, die Samenblasen und ein Teil des Samenleiters entfernt. Dann wird die Harnröhre wieder an die Blase angeschlossen. Das Urinieren funktioniert normalerweise nach der Operation wie zuvor.
Bei der Operation kann der Nerv, der für die Erektionen notwendig ist verletzt werden. Das kann zu Impotenz führen. Bei Krebs in frühen Stadien kann versucht werden, den Nerv zu erhalten. Leider lässt sich eine Beeinträchtigung der Sexualität oft dennoch nicht verhindern.

Was für Alternativen gibt es zur Operation?
Eine Alternative zur Operation ist die Strahlentherapie.
Sie wird entweder als normale Bestrahlung von der Körperoberfläche aus, oder als ‚Spickung’ der Prostata mit radioaktivem Material (Brachytherapie) durchgeführt.
Nachteile sind, dass das Organ nicht vollständig entfernt wird und keine endgültige feingewebliche Untersuchung der gesamten Prostata inklusive der Lymphknoten durchgeführt werden kann und, dass nach einer Bestrahlung keine Operation mehr möglich ist, bzw. nur mit sehr schlechtem Ergebnis.

Was ist die Hormontherapie?
Die Hormontherapie wird grundsätzlich nur bei inoperablen Tumoren eingesetzt.
Der Hauptnutzen der Hormontherapie ist die Linderung der Beschwerden und eine Verbesserung der Lebensqualität. Sie kann aber auch als unterstützende Maßnahme vor bzw. nach einer Strahlentherapie oder nach einer Operation verwendet werden. Durch die Behandlung wird das Testosteron bzw. die Testosteronproduktion im Körper herabgesetzt.
Dem Tumor wird also seine ‚Nahrung’ entzogen.
Die Effekte der Hormontherapie können aber auch durch eine Hodenentfernung erzielt werden, da 90 Prozent des Testosterons im Hoden gebildet werden.

zurück

In unseren Ambulanzen und Instituten können Sie mit folgenden Versicherungen unsere Leistungen mit e-card in Anspruch nehmen:

KFA, alle GKK, BVA, WVB.

 

SVA Versicherte können Leistungen folgender Abteilungen mit E-Card in Anspruch nehmen: Ambulanzen, Gesundheits- und Vorsorgezentrum (GVZ), Institut für Bildgebende Diagnostik (IBD) und Medizinisch Diagnostische Laboratorium.

Ausnahme: Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation (PMR)und das Institut für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZMK), Mund,- Kiefer und Gesichtschirurgie (MKG).


Navigation

KFA

Metanavigation